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Nachhaltiger Verkehr für Zürich

von Felix Hoesch - 26. März 2015 - 15:37

Der öffentliche Verkehr ist ein wichtiges Fortbewegungsmittel für unsere Bevölkerung. Zum Glück wird dieser aus zwei Gründen auch noch weiter ausgebaut. Erstens benutzen immer mehr Mitmenschen den ÖV und zweitens ist es der politische Wille der Mehrheit, dass er dem motorisierten Individualverkehr bevorzugt gefördert wird. Im Kanton Zürich ist der nächste wichtige Ausbauschritt das Tram über die Hardbrücke und damit endlich eine weitere Querung der Gleise der SBB.
Ganz aktuell wird am Montag der Kredit für die Limmattalbahn im Kantonsrat gesprochen. Ich bin zuversichtlich, dass dies so klappt wie es sich die Regierung vorstellt und dabei von der SP unterstützt wird. So kann das wilde Wachstum im Westen Zürichs in geordnete Bahnen gebracht werden.
Bei der Eisenbahn erfolgt die Finanzierung in der Schweiz seit der Abstimmung zu FABI über den neuen Bahninfrastrukturfonds. Der Kanton Zürich kann auch hier wieder Vorreiter sein und den Bahnhof Stadelhofen mit diesen Geldern ausbauen. Wir müssen nun aber auch dafür kämpfen, dass der Brüttener Tunnel bald geplant wird und so der Engpass zwischen den zwei Grossstäten im Kanton beseitigt wird und endlich genügend Kapazitäten zwischen Zürich und Winterthur bestehen.
In der Stadt und im näheren Umfeld sind das Tram nach Affoltern, über den Rosengarten und die Glattalbahn zum Innovationspark unsere nächsten Forderungen. All diese Projekte werden in der nächsten Legislatur geplant und wir von der SP werden sie eng begleiten und fördern.
Zu einem wirklich nachhaltigen Verkehr gehört natürlich neben dem ÖV auch der Fuss- und Veloverkehr. Hier brauchen wir endlich vernünftige Routen in der Stadt und auch in der Agglomeration. Für den kombinierten Verkehr aus Velo und Eisenbahnfahrten braucht es genügend Veloabstellmöglichkeiten an unseren Bahnhöfen. Für diese Routen sollen durchaus auch einmal Autoparkplätze gestrichen werden. Denn die Bewohnerinnen und Bewohner der Städte verzichten sowieso je länger je mehr auf das Auto und fördern die lokalen Läden gerne durch Besuche zu Fuss.
Natürlich gibt es auch in Zukunft den Bedarf nach Transporten von Gütern und sperrigen Dingen. Dazu sollen Mobility oder moderne Transportdienste weiter gefördert werden. Mittelfristig sollen wir uns auch Gedanken über die Möglichkeiten einer unterirdischen Zulieferung machen.
In den Innenstädten ist das Mobilitätsverhalten bereits heute deutlich nachhaltiger als in den Streusiedlungen gewisser Agglomerationen. Darum unterstütze ich sehr, dass in der Schweiz die Zentren verdichtet werden und so immer mehr Menschen nach diesem Muster leben und die Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort verringern.
Denn wenn mehr Anwohnende auf das Auto verzichten und dafür den ÖV oder das Velo benutzen hat es mehr Platz auf dem begrenzten Strassenraum für unser Gewerbe, das auf Fahrten mit ihren Transportern angewiesen ist.
Aus Sicht des CO2-Verbrauchs ist natürlich ein grosser Ausbau der Elektromobilität langfristig eine gute Lösung. Aber für unsere Platzprobleme in den Innenstädten macht es keinen Unterschied ob das Auto Benzin verbrennt oder mit Solarstrom fährt. Darum kann ich ohne grosszügige unterirdische Park&Ride-Anlagen dem Umbau unseres Fahrzeugparks nur wenig Positives abgewinnen.